Medien-Doktor Umwelt

Seit dem Frühjahr 2013 beurteilen erfahrene Umweltjournalisten Beiträge über umweltwissenschaftliche Themen in Print-,TV-, Hörfunk- und Online-Medien anhand eines hierfür neu entwickelten Kriterienkataloges. Die Ergebnisse der journalistischen Gutachten präsentieren wir auf dieser Webseite.

Für das Qualitätsmonitoring der Umweltberichterstattung wurden – unseres Wissens weltweit erstmals – systematische Kriterien zur Bewertung entsprechender Beiträge entwickelt und auf ihre Anwendbarkeit geprüft. Sie dienen in einem journalistischen peer‐review‐Verfahren (also einem Verfahren, bei dem Journalisten die Arbeit von Journalisten – ihren peers – beurteilen, ähnlich dem Verfahren in der Wissenschaft) dazu, Texte, TV- und Radiobeiträge anhand transparenter Maßstäbe zu bewerten. Ziel ist es, die Qualität der Berichterstattung über umweltwissenschaftliche Themen nachhaltig zu verbessern. Dabei orientieren sich die Kriterien am Interesse der Leser, Zuhörer und Zuschauer, unabhängig, zuverlässig und verständlich über Umweltprobleme und Lösungsansätze informiert zu werden. Dazu gehören beispielsweise Berichte über Themen der Energie- und Klimaforschung, über Forschungsprojekte für nachhaltige Entwicklung und Strategien zum Erhalt der Biodiversität, sowie Beiträge über die Beurteilung von Schadstoffen oder über neue Umwelttechniken.

Der Medien-Doktor UMWELT ergänzt fachjournalistische Kriterien durch die im Medien-Doktor MEDIZIN bewährten allgemeinjournalistischen Kriterien. Diese berücksichtigen den redaktionellen Alltag von Journalisten und die Faktoren, die ihre Entscheidung beeinflussen, ob ein Beitrag auf die Seite kommt oder über den Sender geht. Auch Erkenntnisse aus der allgemeinen Journalismusforschung fließen hier ein. Die hier vorgelegten Kriterien wurden im Diskurs mit den Gutachtern entwickelt. Wir stellen sie nun zur allgemeinen Diskussion und freuen uns über Kritik und Anregungen.

Was macht Medien-Doktor Umwelt?

Wir beurteilen die Qualität umweltjournalistischer Beiträge in Publikumsmedien nach festen Kriterien. Damit wollen wir transparent und nachvollziehbar Stärken und Schwächen herausarbeiten und zur Diskussion um Qualität im Journalismus beitragen. Wir hoffen, damit die Berichterstattung über Umweltthemen besser und verständlicher zu machen.